Biodiversität

Biodiversität in Fließgewässern


Biodiversität – Die biologische Vielfalt des Lebens

Bild: Biodiversität in Fließgewässern

Je strukturreicher der Lebensraum, desto größer ist im allgemeinen die Artenzusammensetzung eine Lebensraumes.


So weist ein natürlicher Bach mehr verschiedene Arten auf, als in einer verbauten Rinne zu finden sind. In einem solchen natürlichen, bei uns in Kärnten vorhandenen Fließgewässer können oftmals mehrere hundert verschiedene Tiere und Pflanzen vorkommen.


Diese Organismen greifen mit ihren Ansprüchen und wechselseitigen Beeinflussungen ineinander und bilden komplizierte Nahrungsnetze, erzeugen selbst Strukturen (Pflanzenbestände, Bauten der Tiere) – die ihrerselbst wieder als biotischer Lebensraum dienen – oder geben Stoffe ab, die Wachstum und Verhalten anderer Organismen beeinflussen.


Dieser Artenreichtum wird bei ökologischen Bewertungen eines Gewässers als Vergleichsparameter herangezogen. Dabei muss allerdings festgehalten werden, dass bei extremeren Umweltbedingungen die Diversität auf natürliche Weise sinkt. So können z.B. in Gletscherbächen oder bei hohen Strömungsgeschwindigkeiten nur Spezialisten ihr Überleben sichern, oftmals sind diese Organismen sogar auf solche Bedingungen angewiesen

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Man weiß heute relativ genau, welche Organismen in welchen Gewässertypen – in vom Menschen unbeeinflussten Gewässerstrecken – vorkommen und vergleicht bei jeder biologischen Gewässeruntersuchung das erhaltene Ergebnis den entsprechenden Sollwerten.


Generell sind Lebensräume mit hoher Diversität gegenüber Änderungen besser abgepuffert und die Tiere und Pflanzen können durch die wechselseitigen Beziehungen besser mit Umwelteinflüssen auf ihren Lebensraum zurechtkommen. Bei längeren Einflüssen verschiebt sich allerdings die Zusammensetzung der Lebensgemeinschaft, was sich in verschiedenen Kenngrößen, wie den Diversitätsindices widerspiegelt.