Fließgewässerbewertungen

Fließgewässerbewertung


Fließgewässer werden auf verschiedenste Arten untersucht und hinsichtlich unterschiedlicher Kategorien bewertet.

Bild: Fließgewässerbewertung

Jährlich werden in Kärnten über 40 Fließgewässerabschnitte biologisch untersucht, die Gewässer werden je nach Wichtigkeit, anlassbezogen oder als Datenverdichtung ausgewählt und je nach Fragestellung wird oder werden unterschiedliche biologische Parameter untersucht.


Ausgegangen wird vom natürlichen, unbeeinflussten Gewässer, das je nach seiner Lage und Größe unterschiedlich ausgeprägt ist. So weist ein natürlicher Bach im hochalpinen Bereich ein anderes Erscheinungsbild und eine andere Lebensgemeinschaft auf als ein Gewässer in der Ebene.


Für eine Bewertung werden Referenzwerte herangezogen, die den natürlichen Bedingungen entsprechen. Abweichungen werden festgehalten und nach einem festgelegten Schema bewertet. Ein Gewässerabschnitt erhält damit eine „Note“, die die Abweichungen vom natürlichen Zustand widerspiegelt und aufzeigt.

Für die Bewertungen werden der Verbauungsgrad und verschiedene biologische Untersuchungsergebnisse herangezogen. Dabei unterscheidet man die Kategorien Aufwuchsalgen (Phytobenthos), Wasserpflanzen (Makrophyten), „Fischnährtiere“ (Makrozoobenthos) und Fische.


Jede dieser Kategorien – auch biologische Qualitätselemente genannt – liefert bei seiner Untersuchung ein Ergebnis, das einem unbeeinflusstem Gewässertyp gegenübergestellt wird. Wenn dabei Abweichungen festgestellt werden, wird je nach Größe dieser Abweichungen eine „Note“ – dies ist der ökologische Zustand dieses Qualitätselements – vergeben. Bei der Gesamtschau aller dieser Qualitätselemente gilt das „worst case“ – Prinzip, das heißt die schlechteste Einzelnote bestimmt den Gesamtzustand.


Die genauen Bewertungsmethoden sind in den Leitfäden für die Bestimmung der biologischen Qualitätselemente beschrieben und auf der homepage des BMNT veröffentlicht.