Monitoring

Seen-Monitoring


Gewässergütekontrollen an Kärntens Seen

Bild: Seen-Monitoring

Jährlich überprüft das Land Kärnten (Abteilung 8 Umwelt, Energie und Naturschutz) die Wasserqualität von insgesamt 41 Kärntner Seen. Für die Bewertung der Seen sind die Zirkulationsphasen im Frühjahr und Herbst sowie die Schichtungsphasen im Früh- und Spätsommer von besonderer Bedeutung.


Die Wassergütekontrollen werden unter Berücksichtigung der Temperatur bedingten Mischungs- und Schichtungsphasen der Seen durchgeführt. An den großen Seen (> 50 Hektar) finden je vier Gütekontrollen statt: Wörthersee, Millstätter See, Ossiacher See, Weißensee, Klopeiner See, Faaker See und Keutschacher See. Ebenso oft werden der Afritzer See, Feldsee, Goggausee, Längsee, Pressegger See und Rauschelesee untersucht. 28 Seen werden zweimal zu Beginn und am Ende der sommerlichen Schichtungsphase kontrolliert.


Die Probenahmen, die mikroskopischen Analysen und die Bewertung der Seen werden von Mitarbeitern des Kärntner Institutes für Seenforschung (AKL Abt. 8 Umwelt, Energie und Naturschutz, UAbt. Geologie und Gewässermonitoring) durchgeführt. Die chemischen Analysen werden vom Umweltlabor der AKL Abt. 5 Gesundheit und Pflege, UAbt. Institut für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen analysiert.


Jährlich werden bis zu 180 Seengütekontrollen durchgeführt und dabei mit dem Wasserschöpfer rund 700 Wasserproben für chemische Analysen entnommen. Rund 480 Wasserproben werden für die Messung der Chlorophyll-a-Konzentration gewonnen und ca. 250 Fläschchen werden für die mikroskopische Analyse der Algenmenge (Algenbiovolumen) abgefüllt. Mit einem Planktonnetz wird zudem von jedem See eine Netzzugprobe für die Bestimmung der Algen- bzw. Planktonarten hergestellt. Aus rund 1.150 Tiefenstufen werden je fünf Vorortwerte registriert. Neben den Parametern Temperatur, Sauerstoff, pH-Wert und elektrische Leitfähigkeit werden auch Angaben zur Färbung, Trübung oder Geruch der Wasserproben angeführt sowie das Wetter oder das Auftreten von Oberflächenfilmen vermerkt.


Die Monitoringergebnisse werden im jährlich erscheinenden „Kärntner Seenbericht“ veröffentlicht.